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Abkürzungen begegnen uns selbst im Alltag – man kommt gar nicht drum herum, wie es bereits „Die Fantastischen Vier“ in ihrem Song „MfG“ im Jahr 1999 besangen. In unseren Wortschatz für den Alltagsgebrauch haben sich diese Abkürzungen fest etabliert. Denn sind wir mal ganz ehrlich: da hat sich nicht ohne Grund eine gewisse „Faulheit“ eingeschlichen. Wörter wie „Technischer Überwachungsverein (TÜV)“ oder „International Bank Account Number (IBAN)“ bieten sich für den Normalverbraucher auch geradezu in deren abgekürzten Form an. Von Abkürzungen wie der ARD, ALDI oder der NATO (diese und weitere Beispiele findet ihr hier) gar nicht zu sprechen. Hier scheint es eher so, als ob kaum jemand deren ausgeschriebene Form kennt.

Doch wie sieht es mit dem Fachjargon und dessen Abkürzungen aus?

  • Der ROI ergibt sich aus der Multiplikation zweier weiterer Kennzahlen: der Umsatzrendite und dem Kapitalumschlag.
  • Im Zuge der CRO sollte man auch über die Überarbeitung des CSS nachdenken.
  • DC sollte sowohl aus SEO-Sicht möglichst vermieden werden.

Ihr versteht nur Bahnhof? Da seid ihr sicherlich nicht die einzigen – denn egal in welcher Branche gibt es Unmengen an Abkürzungen oder Fachbegriffen, die man insbesondere als Online Marketing-Neuling erst einmal verstehen muss. Es gibt so viele Abkürzungen und Fachbegriffe, dass man ein umfangreiches Online Marketing-Glossar erstellen könnte. Als erfahrene Online Marketing Agentur wollen wir „Licht ins Dunkle bringen“, Missverständnisse und Irritationen vermeiden und stattdessen Transparenz schaffen.

In diesem Artikel möchten wir euch daher die für unser Business wichtigen Begrifflichkeiten erläutern. Da wir euch jedoch in Zeiten von Hektik und Informationsüberflutung kein nicht enden wollendes Online-Lexikon vorlegen möchten, haben wir im Folgenden die wichtigsten Abkürzungen aus dem Online Marketing sowie deren Bedeutung in alphabetischer Reihenfolge für euch zusammengefasst (übrigens auch die aus den Beispielen oben):

Liste der Abkürzungen

  1. CMS
  2. CPC
  3. CRO
  4. CRM
  5. CSS
  6. CTR
  7. DC
  8. HTML
  9. ROI
  10. SEA
  11. SEM
  12. SEO
  13. SERP
  14. TKP
  15. UGC

 

15 wichtige Abkürzungen aus der Online Marketing-Branche

CMS (= Content-Management-System)

Mit Hilfe eines Content Management Systems lassen sich Inhalte im World Wide Web verwalten. In derartigen Programmen können Inhalte (Texte, Bilder, Videos usw.) strukturiert erstellt, bearbeitet und organisiert werden. Dabei sind im Regelfall keine Programmierkenntnisse zur Nutzung vonnöten, da ein Großteil der Programme über eine grafische Benutzeroberfläche verfügt. Innerhalb von Content Management Systemen kommt es meist zu einer Trennung von Inhalt und Layout, die aufgrund dessen getrennt voneinander bearbeitet werden können. Eines der bekanntesten Open-Source Content Management Systeme ist die Blogverwaltungs-Software WordPress, die auch wir für unseren Firmenblog nutzen.

CPC (= Cost per Click)

Diese Abkürzung, welche die Kosten pro Seitenbesucher ausweist, ist eine Bezeichnung aus dem Affiliate-Marketing. Es ist ein Abrechnungsmodell, das angibt, wie häufig ein digitales Werbemittel angeklickt wurde. Dieser Zahl entsprechend wird nicht pauschal sondern pro Werbemittel-Klick zwischen Werbekunden und Website-Betreiber abgerechnet. Damit soll erreicht werden, dass Werbekunden nur bezahlen, wenn die Nutzer dessen Werbung auch wirklich wahrgenommen haben. Neben den – unter anderem dank Google AdSense – weit verbreiteten Cost per Click (CPC) gibt es noch weitere bekannte Abkürzungen wie PPC (Pay per Click), CPL (Cost per Lead), CPO (Cost per Order) oder CPA (Cost per Action), die je nach Werbenetzwerk synonym verwendet werden.

CRO (= Conversion Rate Optimization)

Conversion Rate Optimierung ist die Kunst, immer mehr Seitenbesucher in Kunden zu verwandeln. Damit sollen die Conversions – beispielsweise ein Einkauf, ein Newsletter-Abonnement o.ä. –  einer Website, beziehungsweise die Conversion Rate gesteigert werden. Die Conversion Rate ist eine Messgröße, mit der Aussagen über die Conversions einer Website getroffen werden können. Sie gibt an, wie viele der gesamten Seitenbesucher sich zu einer bestimmten Interaktion wie einem Kauf entschlossen haben und lässt sich wie folgt berechnen: Besucher x Käufer ÷ 100 in Prozent. Bei der Conversion Rate Optimierung werden durch effektives A/B-Testing, das Aufdecken von Schwachstellen und die stetige Optimierung einer Website die Lead- und Sale-Raten verbessert. Somit können Entwicklungspotenziale von Unternehmen langfristig entfaltet und eine Umsatzsteigerung generiert werden.

CRM (= Customer Relationship Management)

Mit Hilfe des Customer Relationship Management Systems werden Kundenbeziehungen langfristig verwaltet und dokumentiert. Dieser strategische Ansatz dient der Planung, Koordination und Umsetzung diverser Kundenprojekte und beinhaltet das Database Marketing. Durch der Customer Relationship Management Systeme können beispielsweise das Kaufverhalten oder Präferenzen von Kunden analysiert und Potenzialeinschätzungen ermöglicht werden. Schlussendlich soll dank des Managementsystems vor allem die Kundenzufriedenheit erhöht und Kundenbindung geschaffen werden, indem ein schneller und qualifizierter Kundenkontakt ermöglicht wird.

CSS (= Cascading Style Sheets)

Bei den Cascading Style Sheets handelt es sich vereinfacht gesprochen um eine Gestaltungshilfe für Websites in Form eines Programmierungscodes. Dieser Code ist für den Nutzer nicht sichtbar und umfasst Gestaltungsanweisungen wie Farbe, Größe, Positionierung oder Form des Designs oder Layouts einer Website. Die Cascading Style Sheets wurden zur Vereinfachung der Arbeit mit Programmiercodes einer Website entwickelt und zählen neben HTML zu den Kernsprachen im World Wide Web. Durch die werden Formatierungen extern bestimmt und sind für wiederkehrende Elemente oder Bereiche der gleichen Art gültig und können auch leicht auf andere Webprojekte übertragen werden.

CTR (= Click Through Rate)

Unter der Click Through Rate versteht man die Anzahl der tatsächlichen Klicks auf ein digitales Werbemittel im Vergleich zur Anzahl derer, denen die Werbung in einem bestimmten Zeitraum dargeboten wurde. Bedingung für eine aussagekräftige Klickrate ist eine gewisse Impression-Anzahl. Werbende erhoffen sich durch eine Einschätzung des Erfolgs der gesetzten Werbeanzeigen. Das bedeutet, dass die Klickrate in Zusammenhang mit der Conversion Rate steht. Doch eine hohe Click Through Rate muss nicht immer Positives bedeuten: Ist die Conversion Rate trotz hoher Click Through dennoch niedrig, kann dies ein Anhaltspunkt für eine missglückte Kampagne sein.

DC (= Duplicate Content)

Als Duplicate Content bezeichnet man gleiche oder ähnliche (Near Duplicate Content) Inhalte, die auf unterschiedlichen Domains oder Subdomains auffindbar sind. Typische Arten von duplizierten Inhalten sind unter anderem exakt gleiche Textinformationen (zum Beispiel Produktbeschreibungen), identische Seitentitel oder Descriptions, Pressemitteilungen oder Inhalte, die über mehrere Domains oder Subdomains erreichbar sind. Bei der Suchmaschinenoptimierung wird besonders darauf geachtete, doppelte Inhalt zu vermeiden, weil die mutwillige Erstellung von Duplicate Content laut der Google Webmaser Guidelines geahndet werden können. Aufgrund dessen sollte man möglichst individuellen Content erstellen.

HTML (= Hyper Text Markup Language)

Die Hyper Text Markup Language ist eine textbasierte Auszeichnungssprache, die bei der Erstellung und Strukturierung von digitalen Inhalten im World Wide Web Verwendung findet und in verschiedenen Browsern wie Google Chrome, Mozilla Firefox, Internet Explorer oder Safari dargestellt wird. Jedes Hyper Text Markup Language-Dokument ist in drei Bereiche aufgeteilt: 1.) die Zeile, die Versionsinformationen enthält, 2.) den Header, der den Kopfbereich darstellt und 3.) den Body, in dem die eigentlichen Inhalte des Dokuments enthalten sind. Damit die Inhalte des Dokuments korrekt angezeigt werden können, müssen sie mit einem Befehl begonnen und geschlossen werden. Neben den textlichen Inhalten können über Meta-Informationen zum Beispiel auch Angaben zum Autor oder zusammengefasste Inhalte festgehalten werden, die wiederum für das Suchmaschinenranking relevant sind.

ROI (= Return on Investment)

Als Return on Investment bezeichnet man die Kapitalrendite oder auch Anlagenrentabilität, die als betriebswirtschaftliche Kennzahl als prozentuales Verhältnis zwischen Gewinn und investiertem Kapital ausgewiesen wird. Sie wird berechnet, indem die Umsatzrendite mit der Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals multipliziert wird. Dabei berechnet sich die Umsatzrendite, in dem der Gewinn durch den Nettoumsatz geteilt wird, und der Kapitalumschlag, in dem der Nettoumsatz durch das Gesamtkapital geteilt wird. Grundlagen dieser Berechnung gehen auf Donaldson Brown zurück, der dieses System bereits 1919 entwickelte, bevor es im Laufe der zeit stetig optimiert wurde. Die Berechnung des Return on Investment eignet sich vor allem im Zuge der Analyse oder des Vergleichs von Gesamtergebnissen, einzelnen Geschäftsbereichen oder Investitionsobjekten eines Unternehmens Um voreilige Rückschlüsse zu vermeiden, darf bei der Interpretation jedoch die kurzfristige Betrachtungsweise nicht außer Acht gelassen werden.


SEA (= Search Engine Advertising)
Search Engine Advertising ist ein Teil des Suchmaschinenmarketings und umfasst das Schalten von Werbeanzeigen in diversen Suchmaschinen wie beispielsweise Google über gewählte Suchbegriffe. Mit Hilfe von Schlagwörtern können dem Nutzer gezielt passende Werbemittel angezeigt werden. Die Preise dieser Keywords variieren je nach Popularität und Konkurrenz: abgerechnet wird pro Klick. Suchmaschinenwerbung gilt generell als Maßnahme, um für Traffic oder Branding zu sorgen und als Teuerung von Werbemaßnahmen mit berechenbarem Erfolg. Sie muss zudem als Werbung gekennzeichnet sein: Auf den Google-Suchergebnisseiten werden sie in der Regel als „Anzeige“ oder „Werbung“ betitelt.

SEM (= Search Engine Marketing)

Search Engine Marketing bedeutet nichts anderes als Suchmaschinenmarketing und umfasst die beiden Bereiche Suchmaschinenwerbung (SEA) und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Suchmaschinenmarketing ist eines der wichtigsten Teilbereiche im Online Marketing und soll eine Website auf den Suchergebnisseiten so weit wie möglich auf den obersten Rängen platzieren. Dabei unterscheidet man zwischen organischen Suchresultaten und gekauften Werbemitteln, welche den Großteil des Search Engine Marketings ausmachen. Durch Suchmaschinenmarketing soll die Steigerung der Sichtbarkeit der Marke, des Traffics und des Umsatzes, eine positive Beeinflussung des Unternehmensimages sowie die Gewinnung von Neukunden erwirkt werden.

SEO (= Search Engine Optimization)

Search Engine Optimization ist ein Teil des Suchmaschinenmarketings und soll dafür Sorge tragen, dass eine Website auf den Suchergebnisseiten bekannter Suchmaschinen auf den vorderen Rängen platziert wird und somit aufgrund der erhöhten Sichtbarkeit mehr Traffic generiert werden kann. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zu Search Engine Advertising um die Platzierung im organischen Suchmaschinenranking, also den unbezahlten Suchergebnissen. Dabei differenziert man zwei Disziplinen: die OnPage Optimierung und die OffPage Optimierung. Bei den website-bezogenen Maßnahmen der OnPage Optimierung handelt es sich um die Verbesserung des Seitenaufbaus, der Inhalte sowie der Metaangaben der Website. Zu den website-unabhängigen Maßnahmen zählen dagegen die Erhöhung der Reichweite und der Anzahl externer Verlinkungen auf die Website sowie die Verbesserung der Reputation. Besonders im Konkurrenzkampf größerer E-Commerce-Shops ist die Suchmaschinenoptimierung ein wichtiges Thema, um das Unternehmenswachstum voranzutreiben.

SERP (= Search Engine Results Page)

Als Search Engine Results Pages werden diejenigen Seiten bezeichnet, welche die Ergebnisse einer Suchmaschine in Folge einer konkreten Suchanfrage seitens der Nutzer abbilden. Die positive Beeinflussung dieser Rangordnung der Ergebnisse auf diesen Suchergebnisseiten ist letztlich das Ziel des gesamten Suchmaschinenmarketings. Die Intention der Suchergebnisseiten ist es, dem Suchenden die für ihn relevantesten Seiten zu präsentieren und dessen Vorhaben zu unterstützen. Suchergebnisseiten arbeiten nach dem Prinzip der Top-N-Anfrage, wobei sich die Seitenbetreiber sehr darum bemühen unter die „Top 10“ der Suchergebnisse (entspricht: Ergebnisseite 1) zu einem bestimmten Schlüsselbegriff zu gelangen, da die Suchenden selten auf weiter hinten liegende Ergebnisseite zurückgreifen. Inzwischen werden Suchergebnisse je nach lokalem Aufenthaltsort oder Suchhistorie personalisiert ausgegeben, was die Rankings entsprechend beeinflusst.

TKP (= Tausender-Kontaktpreis)

Der Tausender-Kontaktpreis – im Englischen als CPM (Cost per Mille) bezeichnet – wird im Gegensatz zu Cost per Click (CPC) anhand der Häufigkeit der Werbemittel-Einblendung berechnet und nicht anhand der Anzahl der tatsächlichen Klicks. Wie der Name bereits vermuten lässt, bezahlt der Werbekunde den Website-Betreiber, sobald die Werbeanzeige tausend Mal eingeblendet wurde. Das bedeutet jedoch nicht, dass auch wirklich tausend unterschiedliche Besucher die Werbung gesehen oder gar angeklickt und somit bewusst wahrgenommen haben. Aufgrund dessen wird immer seltener der Tausender-Kontaktpreis, sondern Cost per Click oder Cost per Lead als Berechnungsgrundlage herangezogen, da diese viel konkreter beziehungsweise sicherer sind.

UGC (= User Generated Content)

Beim User Generated Content handelt es sich um Inhalte einer Website, die von Webnutzer erstellt werden. Das können Texte, Bilder oder Audio- und Videodateien sein, die von Seitenbesuchern oder Seitennutzern angefertigt wurden. Beispiele für User Generated Content sind Reaktionen auf Social Media-Seiten, Forenbeiträge oder Kommentare in Blogs.

 

Wir hoffen, dass wir euch die Online Marketing-Welt mit Hilfe dieser Abkürzungserklärungen sowie deren Definitionen ein wenig näher bringen und verständlicher machen konnten. Habt ihr noch Fragen zu den Begriffen oder Ergänzungen, die ihr für ebenso wichtig erachtet? Hinterlasst eure Nachricht einfach im Kommentarfeld unter dem Artikel!

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