Die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung – Warum ist das so wichtig?

Suchmaschinen wie Google und Co. helfen täglich genau das im World Wide Web zu finden, wonach gesucht wird. Damit auch die eigene Webseite bei Google gefunden wird, behilft man sich der Mechaniken der Suchmaschinenoptimierung.
Die Suchmaschinenoptimierung an sich ist ein sehr flexibler und dynamischer Prozess. Doch die Basis, von der aus weitere Möglichkeiten abgeleitet werden, ist eigentlich immer dieselbe. In diesem Beitrag möchte ich den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung auf den Zahn fühlen und klären, warum sie zu Recht einen hohen Stellenwert besitzt.


Eine kleine Einführung

Unter Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO (engl. Search Engine Optimization) versteht man allgemein die Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen wie Google. Sie umfasst per Definition alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Sichtbarkeit von Webseiten in Suchmaschinen zu erhöhen. Es geht also nicht nur darum, dass eine Webseite gefunden wird, sondern diese auch im Ranking der jeweiligen Suchmaschine möglichst weit oben zu platzieren.
Kaum jemand gibt heutzutage gezielt in die Adressleiste seines Internet-Browsers den Namen einer Webseite ein. Da es inzwischen ein Überangebot an Informationen gibt, ist meistens auch nicht gesichert, dass die eingegebene Webseite überhaupt die besten Informationen bieten würde. Genau genommen gelangen 86% der Internetnutzer über Suchmaschinen auf eine Webseite – 93% greifen hierbei auf Google zurück.


Suchmaschinen bieten nicht nur ein Verzeichnis aller Informationsquellen passend zu einer Suchanfrage, sondern präsentieren eine selektierte Auswahl der relevantesten Seiten. Google zeigt dabei standardmäßig jeweils zehn Suchergebnisse pro Seite an. Daher scheinen die zehn Suchergebnisse auf der ersten Seite auch „die Besten“ zu sein. Von der Relevanz sind sie es zum größten Teil jedenfalls. Studien zeigen, dass mehr als 70% aller Nutzer nur Webseiten unter den ersten zehn Suchergebnissen anklicken. Die Nutzer scheinen also Googles Einschätzung zu vertrauen, die relevantesten Seiten bezüglich ihrer Suchanfrage zu erhalten.
Diese Einschätzung kann allerdings gezielt gesteuert werden. Denn bei Google sitzen nicht hunderte Mitarbeiter 24 Stunden am Tag vor neuen Webseiten und evaluieren diese. Stattdessen werden Webseiten und deren Inhalte anhand zahlreicher Parameter gescannt und kategorisiert. Dies umfasst Parameter wie die Aktualität und Sprache einer Webseite, ihren Pagerank (Wie angesehen ist diese Webseite?) sowie die Keyword Density (Wie oft kommt das gesuchte Keyword vor?).

Suchbegriffe und -ergebnisse

Damit der Nutzer, der eine Suchanfrage an Google sendet überhaupt von einer Webseite Kenntnis nimmt, muss diese für das gesuchte Keyword möglichst weit oben in den Suchergebnissen platziert sein. Daraus kann also abgeleitet werden, dass ein wesentliches Ziel der Suchmaschinenoptimierung darin besteht, zu bestimmten Keywörtern möglichst weit oben in den Suchergebnissen von Google und Co. zu stehen. Je höher die eigene Webseite in diesen Ergebnissen platziert ist, desto mehr Nutzer können mit dem eigenen Angebot angesprochen und letztendlich von diesem überzeugt werden.


Nach der Eingabe eines Suchbegriffs werden dem Nutzer mehrere Ergebnisse angezeigt. Diese Übersicht wird als SERP (engl. Search Engine Result Pages) bezeichnet. Die Ergebnisreihenfolge wird hierbei von jeder Suchmaschine nach einem eigenen Algorithmus berechnet. Die angezeigten Ergebnisblöcke heißen Snippets und bestehen in der Regel aus einer Überschrift, einer kleinen Beschreibung, sowie dem dazugehörigen Link. Snippets sind enorm wertvoll, da sie das Aushängeschild einer Webseite bei Google sind. Da der verfügbare Platz sehr limitiert ist, muss genau geplant werden, welcher Inhalt präsentiert werden soll.

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SEO vs. SEA


Der Suchmaschinenoptimierung ist die Suchmaschinenwerbung (SEA, engl. Search Engine Advertising) gegenübergestellt. Beide Begriffe bilden vereint das Suchmaschinenmarketing.
Obwohl beide Prozesse dazu führen sollen, das Webseiten von Suchmaschinen besser gefunden und von Nutzern als interessanter befunden werden, gibt es einen deutlichen Unterschied.


blog_google-adsBei SEA wird versucht, durch bezahlte Anzeigen mehr Besucher auf eine Webseite zu locken – es wird also Traffic eingekauft. Bis zu vier der ersten Treffer einer Suchanfrage über Google sind für diese Werbeanzeigen reserviert. Bei Google nennt sich dieses Werbesystem Google Adwords. Ähnlich wie bei Anzeigen in Printmedien stellt Google Werbeflächen zu unterschiedlichen Keywords zur Verfügung. Kosten fallen für einen Webseitenbetreiber dann an, wenn ein Nutzer auf die geschaltete Anzeige klickt. Dieses Modell nennt sich pay-per-click und wird mit PPC abgekürzt. Die Kosten pro einzelnem Klick variieren und hängen von der Häufigkeit der Suchanfragen bzw. der Beliebtheit eines bestimmten Keywords ab.

SEO widmet sich hingegen den organischen Suchergebnissen (individuelle, nicht durch finanzielle Mittel beeinflusste Suchergebnisse). Für die Suchmaschinenoptimierung ist die eigentliche Qualität einer Webseite vorrangig. Da hier auch der Nutzer im Hauptfokus steht, hat in den letzten Jahren der Bereich der Optimierung des Content Marketings an Bedeutung gewonnen. Für SEO ist hierbei Content wichtig, der möglichst regelmäßig erscheint und vor allem einzigartig ist. Gute Suchmaschinenoptimierung bezieht immer den Webseitenbesucher mit ein und fokussiert sich nicht nur auf Google.
Die Suchmaschinenoptimierung bietet den Vorteil, nicht als Werbung aufgefasst zu werden. Durch die Optimierung der Nutzerfreundlichkeit und dem Bereitstellen von neutralem Content wird dem User ein echter Nutzen geliefert. Da das Optimieren der Webseite bereits Teil der Suchmaschinenoptimierung ist, wird beides in einem Prozess bearbeitet. Wer zur Suchmaschinenwerbung greift, muss trotzdem seine Webseite optimieren, um den Nutzer nachhaltig zu überzeugen. Durch das permanente Analysieren des Contents einer Webseite bekommt man nach und nach ein besseres Gespür dafür, wonach Kunden suchen und vor allem was sie tatsächlich möchten. Auch verursacht SEO, anders als die Suchmaschinenwerbung, keine zusätzlichen Werbekosten.
Ein Nachteil gegenüber SEA besteht allerdings darin, dass der Prozess der Suchmaschinenoptimierung sehr viel Zeit kostet. Anders als bei SEA werden keine sofortigen Ergebnisse geliefert.


SEO und SEA haben jeweils ihre Daseinsberechtigung und können einzeln betrieben werden. Ist die Ausführung beider Methoden perfekt aufeinander abgestimmt, bildet das Suchmaschinenmarketing den wichtigsten Kanal im Online Marketing.
Im SEO können verschiedene Aufgabenbereiche abgesteckt werden. Generell kann zwischen der OnPage- und der OffPage-Optimierung unterschieden werden.
Die OnPage-Optimierung befasst sich mit allen Maßnahmen, die direkt auf einer Webseite stattfinden, um diese in Suchmaschinen sichtbarer zu machen. Den einzelnen Aspekten der OnPage-Optimierung und der Rolle des Content Marketings widme ich mich im nächsten Artikel der Reihe.

Viele Grüße, euer Hendrik

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One thought on “Die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung – Warum ist das so wichtig?

  1. Moin Hendrik,

    sehr guter text, warum SEO so wichtig ist. Auch der Vergleich zwischen SEO und SEA ist gut gelungen. Ich arbeite aktuell an einem Projekt und wrde mal nachfragen, ob du da vielleicht mal rübergucken kannst und Feedback geben? Der Link ist hier: http://onma.de/seo-tipps/

    Beste Grüße

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