Das LIFT-Modell erklärt: Teil 2 – Relevance (Relevanz)

Dieser Artikel wurde im Blog der Barketing IMS GmbH veröffentlicht. LEAP/ ist der Zusammenschluss aus Barketing und ConversionLift.

Dieser Artikel ist der zweite Teil einer sechsteiligen Serie zum L.I.F.T.-Modell von Widerfunnel. Die Artikelserie richtet sich an Einsteiger und Interessierte der Conversion Optimierung. Wir erklären hier die Funktionsweise jedes einzelnen Faktors und wie wir bei Barketing damit arbeiten.

Alle Artikel in der Übersicht:

 


 

Relevanz: Dem Nutzer zeigen, dass er richtig ist

Menschen surfen gerne im Internet. Dabei nehmen sie ständig Fährten zur perfekten Website, dem perfekten Produkt oder Service auf. Sei es durch eine Suche in Google, das Klicken auf geeignete Anzeigen in Facebook oder das Folgen eines Links in einem Artikel, in der Hoffnung ihrem Ziel etwas näher zu kommen. Doch bevor sie überhaupt einer bestimmten Fährte folgen, haben sie ganz spezielle Erwartungen, was die nächste Seite bringt oder wie die nächste Website aussieht. Genau darum geht es bei der Relevanz in der Conversion OptimierungWie Sie Ihre Website hinsichtlich Relevanz optimieren, erfahren Sie in diesem Artikel.

Zerstören Sie nicht die Fährte

Relevanz lässt sich am besten erklären, als der Grad, wie sehr Ihre Website, Dienstleistung oder Produkt die Erwartungen der Nutzer erfüllt. Wenn wir durch das Internet surfen, nehmen wir unbewusst Fährten auf. Diese sollen uns zu dem führen, was wir brauchen. Menschen die nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen, lassen sich sehr gut mit Jägern vergleichen. Ein Jäger verfolgt die Fährte seiner Beute und solange er genug Hinweise findet, dass er auf der richtigen Fährte ist, wird er eine Website nicht verlassen. Relevanz in den Suchmaschinenergebnissen Speziell für Landingpages ist es von Bedeutung, dass der erste Eindruck und die Informationen auf der Seite die Erwartungen der Nutzer erfüllt. Häufig passen die Titel oder die Anzeigen nicht zu der dazugehörigen Landingpage. So kann es vorkommen, dass von Google kommende Webseitenbesucher von den Inhalten enttäuscht werden und die Seite gleich wieder verlassen.

Segmentierung: Der Schlüssel der Conversion Optimierung?

Wir wissen jetzt, dass relevante Landingpages die Conversion Rate steigern. Nun haben viele Unternehmen mehrere Marketing Kampagnen und damit auch verschiedene Anzeigen. Ziel der Kampagnen ist es unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Diese Segmentierung sollten Sie auch auf den Landingpages fortsetzen um für jede Zielgruppe relevante Informationen anzubieten. Klassische Segmentierung für Landingpages: 

  • Wiederkehrende & neue Besucher
  • Device
  • Alter
  • Geschlecht
  • Medium (TV, Radio, E-Mail, SEO, etc.)
  • Quelle (Google, Facebook, etc.)

Der Grund für Segmentierung liegt auf der Hand. Nutzer, die durch einen Klick auf eine Facebook-Anzeige auf die Seite gelangen, haben eine andere Erwartung, als ein Besucher aus Suchmaschinen. Ihre Aufgabe ist es nun, genau diese Feinheiten in den unterschiedlichen Zielgruppen herauszuarbeiten. Je besser Sie Ihre Zielgruppe kennen, desto besser können Sie Ihre Landingpage anpassen und optimieren.

Dynamische Landingpages

Wie Sie vielleicht erkannt haben, wäre es doch am besten, wenn es für jede Anzeige und jeden einzelnen Anzeigeninhalt eine eigene Landingpage geben würde. Unterschiedliche Überschriften, Bilder und Nutzenversprechen für jede Zielgruppe senkt die Bounce Rate und erhöht die Relevanz. Die beste Möglichkeit das zu ermöglichen sind dynamische Landingpages. Die Erstellung ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Gerne informieren wie Sie persönlich zu diesem Thema.

Dynamic Landingpage
Beispiel emusic.com: Je nach Keyword werden andere Bilder und Überschriften ausgespielt

Interne Relevanz

Soweit haben wir die Relevanz für Besucher erläutert, die von externen Quellen auf der eigenen Website landen. Doch die Optimierung für Relevanz hört mit einer gut optimierten Landingpage nicht auf. Manche Nutzer werden die Suchfunktion benutzen, durch verschiedene Kategorien navigieren oder Bilder anklicken. Auch hier gilt es Erwartungen der Nutzer zu erfüllen.

Title & Bilder

Es ist sicher selbstverständlich, dass die Namen und Bilder der Produkte, Kategorien und anderen Seiten zu den Links passen, die dahinter liegen. Es hört sich trivial an. Doch manchmal sehen wir Websites mit Linktexten, die nur zu einem kleinen Teil auf der Landingpage abgedeckt werden. Wo diese Abschnitte sind, muss der Nutzer selbst suchen. Das führt dazu, dass sich der Nutzer (respektive Jäger) fragt: Habe ich den richtigen Link geklickt? Habe ich die Fährte verloren? Gerade bei Online Shops sehen wir zudem das Problem, dass auf Kategorieseiten Produktbilder verlinkt sind, die aber gar nicht mehr verfügbar sind. So wird das blaue T-Shirt, dann mit dem roten verlinkt.

Tipp: Wir empfehlen die eigene Website mind. einmal in der Woche nach internen Weiterleitungen zu prüfen, um nicht innerhalb der Website die Erwartungen der Nutzer zu verfehlen.

Die Suchfunktion

Eine andere Form der internen Relevanz betrifft die Suchfunktion Ihrer Website. Häufig ist die interne Suche, die am meisten vernachlässigte Funktion einer Website. Überprüfen Sie genau, wie relevant Ihre Ergebnisse wirklich sind. Überprüfen Sie wie viele Ihrer Nutzer auf der Suchergebnisseite aussteigen und damit auch nicht mehr konvertieren können. Denken Sie daran, dass viele Nutzer die Suchfunktion bedienen, ohne die Website wirklich angesehen zu haben. Die Relevanz zu Ihren Kampagnen ist in allen Bereichen Ihrer Website gegeben? Prima, dann schauen Sie als nächstes, ob die Botschaft Ihrer Website auch beim Nutzer ankommt.

Lesen Sie Teil 3  ⇒ Das LIFT-Modell erklärt: Teil 3 – Clarity (Klarheit)

Beitrag teilen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.