Conversion Optimierung goes mobile: Kompletter Überblick mit 11 Best Practices

Dieser Artikel wurde im Blog der Barketing IMS GmbH veröffentlicht. LEAP/ ist der Zusammenschluss aus Barketing und ConversionLift.

Die Steigerung des mobilen Traffics, hat eine enorme Auswirkung auf die Conversion Optimierung. Wenn verschiedene Geräte benutzt werden und sich das Umfeld Ihrer Besucher verändert, wäre es ein Fehler hier dieselbe Webseite anzubieten. Aber nur ein responsive Design einer Webseite wird das Problem nicht lösen:. Sie müssen anfangen mobile Nutzer als eine unterschiedliche und eigenständige Zielgruppe anzusehen. Besuchern mobiler Endgeräte muss man sich auf einem anderen Weg nähern und das ist genau der Punkt den wir in diesem Artikel diskutieren möchten.

Warum ist die Optimierung mobiler Seiten so enorm wichtig?

Sie sind noch nicht überzeugt? Dann lassen Sie uns die folgenden Zahlen genauer anschauen. Sie sollen zeigen wie wichtig die Optimierung mobiler Webseiten geworden ist:

  • Heutzutage werden 50 Prozent aller Suchanfragen mit einem mobilen Endgerät getätigt (zur Quelle).
  • Fast 40 Prozent verlassen eine Webseite, wenn diese nicht mobil-optimiert ist und greifen stattdessen auf ein anderes Suchergebnis zurück (zur Quelle).
  • 67 Prozent der mobilen Nutzer geben an, dass sie ein Produkt oder eine Dienstleistung eher kaufen, wenn die Seite für mobile Endgeräte nutzerfreundlich ist (zur Quelle).
  • Im Jahr 2014 ist der mobile E-Commerce-Bereich um 47 Prozent gewachsen, traditionelles E-Commerce lediglich um nur 10 Prozent (zur Quelle).

Google Mobile Friendly Update
Abgesehen von der Tatsache, dass eine mobiltaugliche Webseite für eine Conversion-Rate-Optimierung enorm wichtig ist, hat sie auch einen bedeutsamen Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Besonders relevant für SEO ist vor allem der Fakt, dass Google seit April 2015 die Mobiltauglichkeit als Rankingfaktor betrachtet. Möchten Sie gerne in Erfahrung bringen, wie Google die Mobiltauglichkeit Ihrer Webseite beurteilt? Dann besuchen Sie diesen Link.

Wie kann ich herausfinden, ob meine Website mobiltauglich ist?

Das Fazit unseres letzten Blog-Artikels war, dass eine Optimierung der Seite damit beginnt, seine Besucher zu verstehen. Mit Hilfe von Usability Tests können Sie Ihre genaue Zielgruppe definieren. Diese Methode kann auch bei mobilen Webseiten angewendet werden: Beobachten Sie, wie Besucher auf Ihre mobile Webseite reagieren und sie benutzen. So finden Sie heraus, ob Ihre Webseite mobiltauglich ist. Verschiedene Anbieter von Usability Tests, bieten auch spezielle Tests für mobile Seiten an (z.B. Rapid User Tests). Doch neben den Usability Tests sollten Sie auch Daten betrachten, die mehr Informationen über die Mobiltauglichkeit Ihrer Webseite aufzeigen:

Google Analytics

Als Conversion Optimierer sollten Sie Google Analytics (bzw. Ihr Webanalyse-Tool lieben. Mit Google Analytics können Sie Ihre Analysen mit konkreten Zahlen untersetzen und haben somit viel aussagekräftigere Erkenntnisse. Zahlreiche Metriken wie Absprungsrate, Verweildauer, Transaktionen und Conversion Rate können Ihrer Analyse unterstützen und Schwachstellen Ihrer Seite klarstellen.

Google Analytics bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Daten nach mobilen Nutzern zu filtern. Daraus lassen sich interessante Erkenntnisse erzielen. Sie können beispielsweise die allgemeine Absprungsrate mit der mobilen Absprungsrate vergleichen. Nachfolgend werden zwei Wege beschrieben, wie Sie in Google Analytics tiefgreifende Informationen über die Mobiltauglichkeit Ihrer Webseite herausfinden können.

1. Gerätekategorien

Der einfachste Weg um die mobile oder die Tablet Version Ihrer Webseite mit der Desktop-Version zu vergleichen, ist die folgende Schritte in Google Analytics zu befolgen: Zielgruppe ⇒ Mobil ⇒ Übersicht.


Abbildung 1: Screenshot aus Google Analytics: Mobile vs Desktop vs Tablet

In diesem Screenshot aus einem Google-Analytics-Report, ist deutlich erkennbar wie unterschiedlich die Zahlen pro Gerät sein können. Schauen wir uns die Zahlen in diesem Beispiel mal genauer an: Die mobile Absprungsrate liegt fast um 37 Prozent höher als die der Desktop Version. Daneben werden weniger Seiten pro Sitzung besucht und zugleich wird weniger Zeit auf den Seiten investiert. Dennoch sollten diese Erkenntnisse kein Grund zur Panik sein. Es ist ziemlich normal, dass die mobilen Zahlen weniger vielversprechend sind (mehr dazu erfahren Sie an späterer Stelle in diesem Artikel).

2. Segmentierung

Wenn Sie noch weitere Informationen miteinander vergleichen wollen, besteht die Möglichkeit so genannte Segmente in Google Analytics zu verwenden. Ein Segment lässt sich am besten als ein temporärer Filter über alle Daten in Google Analytics beschreiben.

Klicken Sie in einem beliebigen Google-Analytics-Report auf Segment hinzufügen. Es öffnet sich ein neuer Bereich. Hier klicken Sie links auf System. Als nächstes wählen Sie aus der Liste Zugriffe über Mobiltelefone oder Zugriffe über Mobiltelefone & Tablets aus. Um Ihre Auswahl zu bestätigen klicken Sie anschließend auf Anwenden.


Abbildung 2: Screenshot aus Google Analytics: Segmente hinzufügen

Nachdem Sie diese Schritte erledigt haben, werden all Ihre Reports in  Google Analytics (momentane Datenansicht) den Unterschied zwischen dem originalen Segment und den von Ihnen ausgewählten Segmenten anzeigen. Segmente bieten Ihnen die Option, auch den Unterschied zwischen den Geräten zu betrachten wenn es um Conversions, Transaktionen oder andere Reports in Google Analytics geht.


Abbildung 3: Screenshot der Ergebnisse nachdem ein Segment hinzugefügt wurde

Tipps zur Conversion Optimierung für mobile Endgeräte

An dieser Stelle sollte nun deutlich geworden sein, wie wichtig die Mobiltauglichkeit für Ihre Webseite sein kann. Mit Google Analytics haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit heraus gefunden, dass Ihre Seite auf mobilen Endgeräten nicht optimal konvertiert. Dann kommt jetzt der Moment, an dem wir einige Lösungen vorstellen um ihre Seite zu optimieren. Aber vorher möchten wir noch eine wichtige Sache wiederholen:

„Mobile Nutzer sollten als unabhängige Gruppe betrachtet werden. Auch wenn die mobilen Nutzer teilweise dieselben Nutzer wie auf dem Desktop sein können, werden Sie sich meistens vollkommen anders verhalten.“

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen einige nützliche Conversion-Tipps für eine Mobiletaugliche Webseite. All diese Tipps basieren auf der simplen Herangehensweise, dass eine Webseite auf mobilen Endgeräten anders genutzt wird. Darum werden zuerst Unterschiede präsentiert und anschließend Conversion-Tipps für Ihre mobile Webseite vorgestellt.

Unterscheidung #1: Mobile Nutzer sind oft unterwegs

Wie das Wort „mobil“ bereits beschreibt, sind Smartphone-Nutzer oft unterwegs. Im Vergleich zum Büro oder dem Zuhause gibt es im Zug, Park oder am Flughafen ein höheres Ablenkungspotenzial. Das bedeutet, dass die Konzentrationsspanne von mobilen Nutzern in der Regel deutlich kürzer ist als die von Desktop Nutzer.

Weil mobile Seiten-Besucher eine kürzere Konzentrationsspanne haben, kann man nicht von Ihnen erwarten, dass sie  lange Formulare ausfüllen oder umfangreiche Checkout-Prozesse durchführen. Wir müssen akzeptieren, dass die mobile Nutzung eine rein vorbereitende Rolle in einem Conversion-Prozess übernimmt. Nicht ohne Grund ist die Conversion Rate bei Nutzern von mobiler Endgeräte nur halb so hoch wie die der Desktop Nutzer.


Abbildung 4: Mobile Endgeräte übernehmen eine vorbereitende Rolle  (© invesp.com)

Dieses Kreisdiagramm bekräftigt die Aussage, dass Besucher auf mobilen Endgeräten nicht wirklich gut konvertieren. Fast die Hälfte des Traffics kommt mittlerweile von mobilen Nutzern, aber nicht mal ein Viertel der Verkäufe stammen von dieser Gruppe. Es ist interessant zu sehen, dass sich die prozentualen Zahlen bei Tablet-Geräten nicht ändern (12,4 vs. 12,4 Prozent), aber das Nutzer im Allgemeinen ihren Einkauf nicht gerne auf Smartphone vollziehen (33,7 vs. 10,7 Prozent).

PRO Tipp 1: Verwenden Sie Ihre mobile Webseite um Conversions vorzubereiten

Betrachtet man die Conversion-Zahlen einer mobilen Webseite wird oft klar, dass sie in Tools wie Google Analytics nicht die Anerkennung bekommen die sie eigentlich verdient haben. Reports aus Google Analytics werden fast immer Desktop als wichtigtigstes Endgerät ausweisen Dass viele Nutzer jedoch ursprünglich über ein mobiles Endgerät auf die Seite gekommen sind, wird zu oft vergessen. Der präzise Moment, an dem der Besucher sich für den Kauf eines Produktes entscheidet, ist leider nicht eindeutig herauszufinden.

Glücklicherweise spielt es keine Rolle welches Gerät als Gewinner dargestellt wird, solange Ihre Kampagnen erfolgreich sind. Die Geräte sollten sich jedoch bestenfalls gegenseitig unterstützen und Multi-Gerät-Conversions müssen stimuliert werden.

Wenn Besucher den kompletten Funnel nicht auf ihrem Smartphone vervollständigen wollen, sollen Sie auch nicht dazu gezwungen werden. Darum ist bei mobilen Geräten das Fokussieren auf den Verkauf nicht immer die richtige Entscheidung. Hier macht es mehr Sinn sich auf Micro-Conversions zu konzentrieren. Lieber mit einem potenziellen Kunden in Kontakt bleiben, statt zu offensiv vorzugehen und ihn für immer verlieren.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige mögliche Methoden vor, die es Ihnen ermöglichen mit potenziellen mobilen Besuchern in Kontakt zu bleiben, auch wenn diese nicht direkt kaufen wollen.

1. Möglichkeit: Wunschlisten 

Eine Studie hat gezeigt, dass 56 Prozent der Käufer den Warenkorb verlassen, weil sie noch nicht bereit sind zu kaufen, jedoch den Warenkorbinhalt gerne speichern würden (Quelle). Da diese Besucher sehr an Ihren Produkte interessiert sind, wäre es ein Fehler ihnen keinen Weg für einen Einkauf zu einem späteren Zeitpunkt anzubieten.

Eine Möglichkeit um den Besucher diese Option zu bieten, ist die Verwendung von Wunschlisten. Die Produkte die ein Besucher interessant findet würden damit nicht verloren gehen und der Besucher kann zu einem späteren Zeitpunkt den Einkaufprozess ohne Probleme an einem beliebigen Gerät fortführen und abschließen (solange er angemeldet ist). Wenn das Ziel ein Multi-Gerät-Verkauf ist, ist die Wunschliste zudem eine sehr gute Lösung um potenzielle Kunden nicht zu verlieren.

 

Abbildung 5: Sportcheck bietet die Möglichkeit eines Merkzettels (Wunschliste) an

2. Möglichkeit: Kostenlose Kataloge oder Proben

Wenn sie bereit sind ein bisschen in Ihre potenziellen Kunden zu investieren, ist das Anbieten von kostenlosen Katalogen oder Testproben eine gute Idee. Menschen lieben es etwas kostenlos zu erhalten und haben  – wie die Erfahrung zeigt – selten Probleme damit, dafür ihre persönlichen Details preiszugeben. Besucher Ihrer mobilen Webseite sind vielleicht für einen Kauf Ihres Produktes (noch) nicht bereit, jedoch kann ein kleiner Schritt wie eine Registrierung für mehr Information sehr gut funktionieren. Diese Besucher werden ein paar Tage später an Ihre Kampagne erinnert werden und entscheiden sich dann vielleicht dazu, den Einkauf auf einem anderen Gerät zu vervollständigen. Mission completed.


Abbildung 6: Holzconnection.de bietet einen kostenlose Katalog sowie Holzproben an

3. Möglichkeit: Newsletter

Ein weiterer Weg um mit Besuchern im Kontakt zu bleiben, ist die Besucher für eine Newsletter-Registrierung anzuregen. Obwohl es sich hierbei um eine Micro-Conversion auf einem Desktop handelt, könnte eine Newsletter-Registrierung das primäre Ziel auf mobilen Seiten sein. Besucher, die sich dafür entschieden haben den Prozess nicht auf einem mobilen Endgerät zu vervollständigen, haben vielleicht trotzdem ein Interesse daran auf den neuesten Stand zu bleiben. Durch den Besitz der E-Mail Adresse des Nutzers besteht für Sie die Möglichkeit, die Besucher mit einem verbesserten und angepassten Angebot zu erreichen.

 


Abbildung 7 Newsletter-Bestellung mit Vorteilen auf Lee.com

Wichtig ist, dass Ihre Besucher überzeugt werden den Newsletter zu abonnieren. Stellen Sie sicher, dass Sie mit Vorteilen argumentieren, um den Besucher für eine Registrierung zu motivieren. Ein gutes Beispiel findet man im Online-Shop von Lee.

Die oben genannten Funktionen sind neben der Unterstützung von einem Multi-Gerät-Verkauf auch ein gute Methoden um herauszufinden was Ihre Besucher wirklich mögen. Tracken Sie welche Produkte Ihr Besucher auf die Wunschliste packt oder von welchem Produkt Ihr Besucher eine Probe erhalten möchte. Stellen Sie sich Fragen wie: Warum werden bestimmte Produkte nicht direkt gekauft? Welche Newsletter sind populär und welche Produkte werden oft in der Wunschliste gespeichert? Solche Informationen können sehr gut als Vorlage für Retargeting benutzt werden. Hierbei werden Besucher erreicht, die bereits Interesse am Produkt gezeigt haben. 

PRO Tipp 2: Bieten Sie einen einfachen Weg an, um Ihr Unternehmen zu erreichen

Wie bereits erwähnt sind mobile Besucher häufig unterwegs. Daher sollte Ihre Webseite für die Besucher gut optimiert sein, die Ihren Shop oder eine Ihrer Filialen erreichen möchten. Auf mobilen Endgeräten werden oft spontan spezifische Suchen getätigt.  Hierbei kann es sich um die Suche nach einem schwarzen Pullover von Esprit handeln oder das Finden der nächsten Carglass-Filiale. In diesen Fällen sind die Besucher stark zielorientiert und bereit zum Handeln. Sichern Sie sich diese potenziellen Kunden und führen Sie diese mit Hilfe einer für mobile Endgeräte optimierten Seite zum Ziel.

Weitere Möglichkeit: Filialfinder

Die Funktion eines Filialfinders ist ideal dafür geeignet, den Besucher bei der Suche nach einer Filiale oder nach einem Shop zu unterstützen. Meistens wird diese Funktion ganz oben auf einer Webseite erwartet und auch oft durch ein Icon angezeigt. Wichtig ist, dass der Filialfinder prominent dargestellt ist für Besucher die es eilig haben. Am optimalsten ist es dabei, mittels GPS den aktuellen Standort zu ermitteln, um den Besucher ohne jeglichen Aufwand den nächstgelegenen Shop oder eine naheliegende Filiale anzubieten.

  Abbildung 8: Zwei unterschiedliche Wege ein Filialfinder zu platzieren. Karstadt Sports und Fressnapf

Weitere Möglichkeit: Click to Call Button

Wenn Sie lediglich eine Filiale führen, macht ein Filialfinder nicht viel Sinn. Trotzdem gibt es hier ebenso die Möglichkeit, dass Besucher Sie schnell finden wollen. Nehmen wir als Beispiel, dass jemand plötzlich ein Zahnarzt sucht oder auf der Suche nach einem Blumengeschäft ist, weil er den Valentinstag vergessen hat. Obwohl auch direkt im Google Vorschläge angezeigt werden, müssen Sie diejenigen die Ihre Seite erreichen trotzdem dienen. Stellen Sie sicher, dass diese Besucher Sie mit einem Klick anrufen können.

Zusätzlich sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Adresse leicht auf der Webseite zu finden ist; bestenfalls in Kombination mit einem Vorschlag für einen einfachen Weg zu Ihrem Shop/Ihrer Filiale (z.B. Google Maps).

  
Abbildung 9: Ein deutlicher Click-to-Call-Button auf die Startseite lokaler Anbieter

Unterscheidung #2: Mobile Endgeräte verfügen über einen kleinen Screen

Obwohl es wirklich einleuchtend klingt, gibt es immer noch viele Online-Shops, die zeigen, dass deren Betreiber nicht verstanden haben, dass Smartphones nur eine kleine bedienbare Fläche zur Verfügung stellen. Viel zu oft sehen wir zu viele Informationen mit einer zu kleinen Schrift und zu kleinen Buttons auf mobilen Seiten. Überraschend häufig fragen sich die Eigentümer dieser Seiten, was der Grund für die enttäuschende Anzahl an Mobile Conversions sein kann.

PRO Tipp 3: Weniger Informationen und größere Buttons

Um Ihre mobilen Besucher zufriedenzustellen, müssen Sie Ihre Webseite vereinfachen, dann nochmal vereinfachen und dann bestimmt nochmal vereinfachen. Desktop-Nutzer haben die Möglichkeit viele Informationen zu scannen, um den Teil auszuwählen, der sie am meisten interessiert. Auf mobilen Endgeräte ist dies leider nicht möglich. Die Besucher haben einfach nicht ausreichend Zeit eine große Menge an Informationen auf einmal zu verarbeiten. Aus diesem Grund ist die Reduktion von Informationen zwingend notwendig, um eine benutzerfreundliche mobile Webseite zu schaffen. Zusätzlich muss der gesamte  Inhalt größer dargestellt werden. Die Erwartung, dass Besucher die Zoom-Funktion ihres Smartphone auf Ihre Webseite nutzen werden, ist sicherlich der falsche Weg und wird zweifellos der Benutzerfreundlichkeit Ihrer Webseite schädigen.

Sehen Sie sich Ihre Daumenbreite an. Das wäre die optimale Höhe für einen Button auf einer mobilen Webseite. Nichts ist nerviger als der Versuch einen Button auf einer mobilen Webseite anzuklicken und stattdessen versehentlich auf andere Elemente zu klicken oder damit sogar die Zoom-Funktion zu betätigen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Buttons groß genug sind und vermeiden Sie dadurch frustrierte Besucher, die Ihre Webseite verlassen.


Abbildung 10: Wenig Informationen und größere Buttons:  Essen-Bestellen.de weiß wie es geht.

Das Beispiel von Essen-Bestellen.de zeigt eine Startseite wo alles sehr einfach und unkompliziert dargestellt ist. Auf dieser Homepage finden Sie kaum Ablenkung. Auch die Schriftgröße und Buttongröße sind ideal ausgewählt worden.

Formulare auf Mobilen Geräten ausfüllen

Ein weiterer komplizierter Aspekt auf mobilen Webseiten ist das Ausfüllen von Formularen. Es ist irrelevant ob es sich hierbei um ein Kontaktformular oder einen Checkout handelt, keiner investiert gerne viel Zeit für derartige Aufgaben. Mobil kann die Eingabe von Texten sehr frustrierend sein und deshalb ist es ratsam dies möglichst zu vermeiden.

PRO Tipp 4: Texteingaben so viel wie möglich vermeiden

Stellen Sie sich vor Sie müssten ein Formular auf Ihren Smartphone ausfüllen: die Hälfte Ihres Displays wäre bedeckt, weil die Tastatur dabei automatisch ausgeklappt wird. Auch Rechtschreibfehler sind kaum vermeidbar, da unsere Fingerabdrücke größer sind als die Buchstaben auf der Tastatur. Die Texteingabe auf einem Smartphone kann als ziemlich benutzerunfreundlich beschrieben werden.

Glücklicherweise existieren einige Methoden, um eine Benutzerfreundlichkeit auf mobilen Endgeräten für die Texteingabe zu schaffen.

Als nächstes finden Sie drei verschiedene Wege, wie Sie eine Texteingabe auf mobilen Endgeräten vermeiden können:

1. Automatisch vervollständigen: Investieren Sie in Tools für automische Ergänzungen. Wenn Besucher Ihre Postleitzahl und Hausnummer eingeben, sollten die restlichen Felder für weitere Adressdetails (Straße, Stadt) automatisch ausgefüllt werden.

2. Dropdowns: Das Verwenden von Dropdowns anstelle einer Texteingabe steigert die Benutzerfreundlichkeit Ihrer mobilen Seite. Besucher müssen nichts mehr eintippen, sie können aber entscheiden welche Option am geeignetsten für sie ist.

3. One-Button-Login:  Die One-Klick-Logins von Amazon, PayPal, Google+ oder Facebook, sind eine gute Ergänzung für eine benutzerfreundliche, mobile Webseite. Machen Sie den Besuchern klar, dass sie viel Zeit sparen könnten, wenn sie sich über diese Option einloggen. Die mobile Seite von BlaBlaCar hat diese Methode erfolgreich angewendet:

Abbildung 11: Der One-Button-Login über Facebook auf der mobilen Seite von Blablacar und Asos

 

Unterscheidung #3: Mobile Nutzer sind zielorientiert

Wenn jemand ein Smartphone benutzt, hat derjenige gewöhnlich ein bestimmtes Ziel im Kopf. Mobile Geräte werden oft in unserer Freizeit verwendet und niemand möchte hier kostbare Zeit verschwenden. Das bedeutet, dass Sie mobile Besucher so schnell wie möglich diejenigen Informationen präsentieren sollten, nach denen sie gerade suchen.

Für eine Webseite die nur ein Produkt oder eine Dienstleitung anbietet, ist es nicht wirklich schwer den Besuchern direkt ein Angebot zu unterbreiten. In diesem Zusammenhang bietet sich eine gut optimierte Landingpage mit nur einem große Call-to-Action-Button sehr gut an (siehe Abbildung 11).

Wissen Sie was der Besucher genau möchte, wenn Sie hunderte Produkte in verschiedenen Kategorien anbieten? Nein, das können Sie natürlich nicht wissen. Daher müssen Sie einen Weg finden, diese Besucher zu versorgen und sie zu ihren bevorzugten Produkten weiterleiten.

PRO Tipp 5: Spornen Sie Ihre Besucher an die Suchfunktion zu nutzen.

Die Suchfunktion einer mobilen Webseite sollte immer an einer prominenten Position stehen. Wenn Sie nicht genau wissen, was der Besucher explizit möchte, ist die Suchfunktion ein geeigneter Weg, um den Besuchern schnell und bequem zum gewünschten Produkt zu leiten. Ein Beispiel bei dem Besucher auf der Starseite direkt mit einer Suchfunktion konfrontiert werden, finden wir auf mirapodo.de:


Abbildung 12: Direkte Konfrontation mit einer Suchfunktion auf mirapodo.de

Wie wir in diesem Beispiel sehen können, wird der Besucher sofort mit einer Suchfunktion konfrontiert. Suchfunktionen bringen den Besuchern aber nichts, wenn die Sucherergebnisse nicht optimiert sind. Deshalb ist es für mobile Nutzer sehr wichtig, dass ihre Suche sie auch zu dem richtigen Ziel führt. Hierunter finden Sie einige Tipps auf die Sie sich fokussieren sollten:

Suchergebnisseiten:

  • Bieten Sie dem Besucher viele Filtermöglichkeiten an (z.B.: Preis, Größe, Farbe, etc.)
  • Bieten Sie intelligente Suchvorschläge an, die Besuchern dabei helfen eine höhere Qualität und treffende Suchergebnisse zu erhalten
  • Bieten Sie mehr als nur Produkte in den Suchergebnissen an. Viele Menschen suchen nach Kategorien oder verwandten Webseiten.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie die Suchergebnisse kategorisieren

Abbildung 13: Suchergebnisse Galeria Kaufhof

Zusammenfassung

Wie Bob Dylan in 1964 schon gesungen hat: „The times they are changing“. Die meisten Marketer haben sich die letzte Jahre hauptsächlich auf Desktop-Nutzer fokussiert, obwohl in der Zwischenzeit die mobile Seite im Hintergrund immer wichtiger geworden ist. Viele der heutigen Webseiten haben ein responsives Design, aber das ist lange noch nicht ausreichend um optimale Conversion Zahlen für mobile Endgeräte zu erreichen.

Heutzutage ist das Optimieren von mobilen Webseiten essentiell; Starten Sie deshalb noch heute mit der Optimierung und schaffen Sie eine benutzerfreundiche mobile Webseite. Die Anzahl von Online-Verkäufen auf den mobilen Endgeräten wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Traditionelle PCs werden in Zukunft immer mehr an Bedeutung verlieren (Quelle). Viele Menschen werden nicht mal mehr einen eigenen PC oder Laptop besitzen.

Analysieren, testen und optimieren Sie unabhängig Ihrer mobilen Webseite. Zu viele machen noch den Fehler bestimmte Verbesserungen auf ihrer mobile Webseite anzuwenden, nur weil diese auf einer Desktop-Webseite effektiv waren. Wenn etwas in diesem Artikel deutlich geworden sein soll, ist es die Tatsache, dass sich mobile Besucher völlig anders verhalten als Desktop Besucher. Merken Sie sich, dass eine Transaktion nicht das Hauptziel einer mobilen Website sein muss. Viel häufiger sollten die Besucher auf ein mobilen Seite von einer Micro-Conversion überzeugt werden.

Noch ein letzter Tipp: Durchlaufen Sie auf einem Smartphone Ihren gesamten Conversion Funnel . Sie werden erstaunt sein, wie schwer es ist manche Schritte zu erledigen.

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