Ich kaufe, weil du gesagt hast: Es ist toll!

„Warum ich die Schuhe online gekauft habe? Weil sie alle tragen und jeder ein Bild davon postet! –So selbstverständlich ist die Begründung, warum ich das Produkt so unbedingt haben muss. Kenne ich die Personen, die die Schuhe so genial präsentiert haben? Nein, aber das ich auch nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass ich diese Schuhe jetzt unbedingt haben muss, weil sie einfach jeder hat und sie auf jeden Fall zu mir passen. Fremde Personen haben mich auf den einfachsten Weg beeinflusst, das Produkt zu kaufen. Aber es geht auch noch einfacher. Nämlich die Beeinflussung im eigenen Freundeskreis.

Ein Freund von mir hat sich ein super tolles und teures! Videospiel gekauft. Ich kannte es vorher nicht, aber er hat so davon geschwärmt, dass ich es auch haben muss. Ich habe nicht weiter nachgefragt, sondern wurde so von den positiven Eigenschaften überrollt, dass ich keine Zeit mehr hatte zu überlegen, ob es überhaupt etwas für mich ist. Wenn er in erwartungsvollen Tönen darüber spricht (und das tut er nicht wirklich oft), dann muss es einfach gut sein. Seine Empfehlung hat gereicht. Mehr wollte ich nicht wissen und habe nicht weiter darüber nachgedacht. Er wurde dafür nicht bezahlt, sondern war vom Spiel so dermaßen überzeugt, dass er es jedem mitgeteilt hat. Er hat mich beeinflusst. Er wurde zum Influencer.

 

Wir werden tagtäglich mit dem Begriff „Influencer“ konfrontiert, denn wir leben in der Online Welt und verweilen bis zu 3 Stunden am Tag auf unseren sozialen Plattformen. Wir folgen Personen, Unternehmen, Marken – die uns inspirieren und positiv beeinflussen.

„Influencer“ oder auch „Influencer Marketing“ gehört zu den meistgenutzten Begriffen in den letzten 5 Jahren. Die gesamte Online-Marketing-Welt spricht darüber und viele wollen ein Teil davon sein. Aber ist es so einfach ein Teil der „Influencer-Welt“ zu sein? Mittlerweile gilt fast jeder 11. Deutsche als Influencer. Aber was bedeutet Influencer? Wie kann ich meine Mitmenschen so beeinflussen, dass wir Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ohne darüber weiter nachzudenken?

Sobald eine eigene Meinung oder Einstellung zu einem Produkt, einer Dienstleistung oder einem Unternehmen online geäußert wurde, ist die Chance groß, dass Freunde, Follower und/oder Hinz und Kunz dies sehen und von der Meinung angeregt werden, das Produkt ebenfalls zu erwerben. Die Überlegung tritt ein, weil das Schwärmen über den Produkten einen Grund haben muss und es wird in Erwägung gezogen, sich das Produkt einmal genauer anzuschauen.

Die Person die uns empfiehlt, was sie selbst toll und kaufenswert findet, wird nach und nach unser erster Anlaufpunkt, wenn wir uns über bestimmt Produkte informieren wollen. Wir fangen an ein Grundvertrauen zu unserem „Influencer“ aufzubauen, denn solange wir zufrieden mit den Produkten sind, die er uns empfiehlt, solange sind wir auch mit ihm zufrieden.

Unternehmen und Agenturen nutzen das entstandene Vertrauen, um die Follower auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. Sie wollen von der Reichweite und dem Einfluss profitieren, den 92% der Konsumenten vertrauen der Meinung des Influencers, obwohl sie nicht wissen, wer die Person ist. Und das ist das Ziel vom Influencer Marketing – Den Umsatz mit Hilfe eines Markenbotschafters oder Multiplikators zu steigern.

Aber ohne eine komplett ausgearbeitete Strategie hinter der Nutzung eines Influencers, bringen auch die bestens präsentierten Produkte keine Umsatzsteigerung. Wie wird der Influencer richtig eingesetzt, um die Marketing-Strategie umzusetzen, ohne den Verlust von Kunden oder Budget?

Wichtig ist zu wissen, welche Ziele erreicht werden sollen und welche Art von Influencer für den Weg zum Ziel verwendbar sind. Je nach Inhalt und Aufgabe gibt es drei verschiedene Arten von Influencer.

Die Influencer unterscheiden sich in folgenden Kategorien: Markenliebhaber, Markenkritiker und Markenexperte. Der Unterschied zwischen den drei Gruppen ist das Verhalten und die Einstellung zur Marke. Der Markenliebhaber steht dem Produkt oder dem Unternehmen positiv gegenüber und hat eine starke Bindung aufgebaut, während der Markenkritiker allem kritisch gegenübersteht. Er äußert sich eher negativ und übt seinen negativen Einfluss auf seine Follower aus. Die neutrale Haltung in der Gruppe hat der Markenexperte, er steht seinen Followern eher als Ratgeber zu bestimmten Themen zur Seite und greift bei seinen Bewertungen auf sein Fachwissen zurück.

Je nach Art des Influencers bedienen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Follower, aber wie garantieren die Influencer, dass die Follower, die sie ansprechen auch die passende Zielgruppe für das Produkt ist?

Jeder Influencer hat die Aufgabe seine Zielgruppe genau zu kennen, denn nur so, kann er erfolgreich „beeinflussen“ und seiner Meinung Gehör verschaffen. Er muss wissen, wann und wo er die beworbenen Produkte präsentieren kann und in welchem Maaße. Er muss wissen, ab welchem Punkt er seine Glaubwürdigkeit verliert, denn nur so geht die Influencer Strategie der beiden Parteien auch auf.

Werden alle Informationen zusammengeführt, wird deutlich warum der Einfluss eines Influencers so stark ist. Er kennt seine Zielgruppe, er weiß wann und wie er welche Empfehlung oder negative Äußerung zu einem Produkt aussprechen kann, um dadurch das Vertrauen in den Followern zu stärken. Er nutzt seinen Einfluss im richtigen Maaße. Und das ist das Ziel des Influencer Marketings: Den Influencer als Markenbotschafter, Multiplikator und Markenbotschafter zu gewinnen, um die eigene Markenbekanntschaft und um den eigenen Umsatz zu steigern.

 Nutzen wir das Wissen sinnvoll, kann aus einer Kooperation mit einem Influencer ein geniale Ergebnis wachsen. Für das Unternehmen, für den Influencer und für dessen Follower.

 

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